L.A. Noire

Die Open World Spezialisten von Rockstar haben bereits mit Red Dead Redemption gezeigt,  dass sie nicht nur GTA können.  Doch bei L.  A.  Noire erfahren wir kein GTA im Wilden Westen,  wir spielen einen Cop im L.  A.  der späten 40er Jahre.  Und obwohl man Parallelen erkennen kann,  erobert sich L.  A.  Noire seinen eigenen Platz.

Cole Phelps ist Polizist beim LAPD,  nachdem er aus dem Krieg zurückkehrt.  Zu Beginn des Spiels fahren wir mit ihm Streife,  bis er befördert wird.  Im Verlauf des Spiels wandert er durch vier verschiedene Dezernate und löst neben Morden auch Drogenvergehen und Brandstiftungen auf.

Hierzu werden Beweise gesammelt,  Zeugen vernommen und Verdächtige beschattet.  Klingt eintönig,  und wäre da nicht die interessante Hintergrundgeschichte,  würden viele der Fälle auch nach Schema F ablaufen.  L.  A.  Noire geht hierbei linear vor,  zwar kann man während eines Falles auch noch kleine Delikte angehen oder die Collectibles sammeln,  aber ein richtiges Free Roam gibt es erst,  wenn das Dezernat bzw.  Kapitel geschafft ist und alles,  was wir während eines Falles tun oder nicht tun,  schlägt sich in unserer Bewertung nieder.  Also sparen wir uns die Sonderaufgaben lieber für später auf.  L.  A.  ist sofort komplett befahrbar,  auch wenn sich die Fälle meistens in einem bestimmten Bereich abspielen.  Auf Knopfdruck kann man auch seinen Partner fahren lassen.  Während der Ermittlungen machen wir uns Notizen,  die wir jederzeit aufrufen können.

Der größte Pluspunkt aber geht an die Grafik – Schauspieler,  teilweise sogar recht bekannte,  wurden von 32 Kameras gefilmt,  um den Charakteren eine realistische Mimik zu geben.  Dies ist auch dringend nötig,  denn anhand des Gesichtsausdruckes erkennt man,  ob ein Befragter die Wahrheit spricht oder schwindelt.  Das Spiel gewinnt dadurch einen enorm hohen Realismusfaktor.

Größtes Manko: Wenn man es durchhat,  gibt es kaum Motivation es erneut zu spielen,  es sei denn,  man hat noch nicht alle Erfolge gewonnen.

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