Embrace your Geekness Day 13.7.

Auch dieses Jahr gibt es wieder einen Welt-Geek Tag. getdigital.de hat im Zuge dessen aufgerufen, mal seine eigene Geekness zu zelebrieren.
Als wenn ich das nicht schon oft genug tun würde 😉

Erstmal möchte ich folgendes klären. Geek ist kein Synonym für Nerd oder andersrum – auch wenn dies häufig so gebraucht wird und im heutigen Sprachgebrauch einfach vermischt wurde, aber ursprünglich waren die Nerds die „Streber“ auf dem College, die lieber gelernt haben, anstatt Party zu machen. Daher soll angeblich auch der Name kommen – drunk umgedreht wird zu knurd, was man ungefähr knörd aussprechen würde, nah dran an unserem Nörd.
Nerd und Geek schließen sich aber nicht generell aus, da viele Nerds eben geekige Hobbies haben wie Rollenspiel oder Videogames. Daher kommt wahrscheinlich auch die heutige Vermischung der Begriffe. Aber was ist dann ein Geek? Ein Geek ist ein Fan, der es eventuell ein wenig weiter treibt. In der Regel sind die „Objekte der Begierde“ phantastischer oder wissenschaftlicher Natur (wobei bei diesem Punkt dann eben wieder die Vermischung mit dem Nerd, die häufig wissenschaftliche Berufe haben, zum Tragen kommt). Das, was allgemein als Trekkie bezeichnet wird, wäre also ein Geek. Auch ein Fußballfan wäre rein von der Art her ein Geek, da Fußball aber weder wissenschaftlich noch phantastisch ist, ist er eben nur ein Fan.
Die Ausprägung ist aber die gleiche, während der Fußballfan ins Stadion geht, Vereinsfarben trägt, vor dem Fernseher sein Team anfeuert und mit anderen Fans über Taktik, Aufstellung und den Schiri diskutiert, geht der Geek eben auf Conventions, trägt Uniformen, Shirts oder Kostüme, fiebert einer neuen Folge entgegen und diskutiert mit anderen Geeks darüber, ob es okay ist, wenn die Sternenflotte eine Tarnvorrichtung besitzt, oder wie gut der Green Lantern Film war.

Was macht mich also zu einem echten Geek? Ich bezeichne meinen Blog ja sogar so, obwohl ich nicht einmal eine Star Trek Uniform mein Eigen nenne? Nun, der Besitz ist egal, es geht um die Mentalität. Ich schaue Filme oder Serien nicht zur reinen Unterhaltung, ich lebe mich darin ein. Ich spiele keine Spiele, ich lebe sie. Ich fühle mit den Charakteren mit und kann in manchen Situationen erahnen, wie sie handeln werden. Wem das nicht reicht: Ich erkenne Titelmelodien von Serien, die ich nie gesehen habe, ich erkenne das TV Programm in einer Serie (heißt: Irgendwo läuft im Hintergrund der Fernseher, man sieht ein paar Bilder und ich weiß, welche Serie und manchmal sogar welche Folge es ist) und, auch wenn Besitz irrelevant ist, habe ich eine Sammlung von Shirts, Actionfiguren, Collectors Editions und Videospielen.
Das ist heutzutage keine Seltenheit mehr, denn immer mehr Menschen stehen zu ihrem inneren Geek und verhalten sich entsprechend, zum Beispiel in dem sie T-Shirts mit dem Superman Logo tragen oder das Logo der Autobots auf ihrem Auto angeklebt haben.

Wenn ich mich da an meine Kindheit/Jugend zurückerinnere, da war es schon einiges schwerer, anders zu sein. Während meine Klassenkameraden Shirts von Adidas oder Nike trugen, oder einer tollen Sportmannschaft Tribut zollten, war ich mit meinem Batman Shirt ein Außenseiter – ein Teil der Schüler nannte mich sogar Batman. Sehr einfallsreich. 😉
Ich habe auf Biegen und Brechen versucht mich anzupassen, Resultat war natürlich das Gegenteil. Heute kann ich aber dazu stehen, einfach ein wenig anders zu sein. Leute fragen mich heutzutage, warum He-Man eigentlich He-Man ist und woher die Idee dazu kam. Oder sie erfragen Hintergrundstories – Geeks wissen sowas.

Und damit kommen wir zum Geek-Trend, der uns gerade heimsucht. Mitschuldig daran ist sicherlich sowas wie The Big Bang Theory, wobei ich mir da nicht ganz so sicher bin, ob die Serie nicht aufgrund des Trendes gestartet wurde. Streng genommen fing es wohl mit der Playstation an, die das Zocken zu mehr als nur „Kinderkram“ machte.
Wie dem auch sei, heutzutage laufen mehr Leute mit Superman auf dem Shirt rum als früher. Man findet in MMOs wie World of Warcraft Leute die über 40 sind (und mehr Klassenverständnis haben als ich, gut, ich spiele auch nicht DK ^^) und teilweise finden sich sogar Beziehungen dort. Geek sein ist heute cool – ich weiß nicht, ob ich das so toll finden soll, aber eines steht für mich fest. Nur die Hälfte davon sind echte Geeks. Der Rest folgt einfach dem Trend, weil es gerade cool ist, wie auch schon vorher.

Und noch eine Kleinigkeit, weil ich es schon gefragt wurde: Ich bin der grüne Geek, weil ich neben der Geekness auch noch dem Vegetarismus verfallen bin und so umweltbewusst wie es als Geek nur geht, lebe.

Möge die Macht mit euch sein und lebt lang und in Frieden.

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