Assassin’s Creed

Am 15. November 2007 war es soweit. Der erste Teil von Assassin’s Creed stand in den Regalen.

518kzEbJ68LHandlung: Obwohl man in AC einen Assassinen spielt der zur Zeit des dritten Kreuzzuges gelebt hat, startet man in einer fiktiven Version des Jahres 2012 (welches bei Erscheinen des Spiels noch Zukunft war) und zwar als Desmond Miles. Diesem wird erzählt, dass die Erinnerungen in der DNA gespeichert sind und es mittlerweile eine Technik gibt, Animus genannt, diese noch einmal zu erleben, auch die von längst verstorbenen Vorfahren. Desmond wird also dazu gezwungen, sich in den Animus zu begeben und die Erinnerungen seines Ahnen Altaïr zu durchleben, da die Wissenschaftler ein Artefakt suchen, dass Altaïr einmal hatte. Man kann allerdings nicht direkt zu der entsprechenden Erinnerung springen, da die Menschen im Animus erst langsam eingeführt werden müssen. Und so erleben wir mit, wie Altaïr bei einem Auftrag Mist baut und degradiert wird. Er muss sich seinen Rang erst wieder von unten an erarbeiten und bereist dafür das Heilige Land, vertreten durch Jerusalem, Damaskus und Akkon.

Gameplay: In der Rolle von Desmond ist das Spiel nicht sehr spektakulär. Es gibt zwar in den „Zukunftssequenzen“ durchaus das eine oder andere zu entdecken, aber der Kern des Spiels liegt natürlich im Animus. Als Altaïr springen wir über Dächer, klettern Kirchtürme hoch, erdolchen Gegner mit der Versteckten Klinge oder springen von dem gerade erklommenen Kirchturm in einen kleinen Heuhaufen. Die Missionen sind dabei alle nach dem gleichen Schema aufgebaut – 3 Städte mit je 3 Bezirken, jeweils ein Opfer. Um diese Opfer aber zu erwischen, müssen erst Informationen eingesammelt werden.  Auch dies läuft nach einem immer gleich bleibenden Schema ab. Informanten bestehlen oder einschüchtern, belauschen oder für andere Assassinen Drecksarbeit erledigen um deren Informationen zu bekommen. 6 solche Minimissionen sind es pro Opfer, 2 sind nur benötigt um das Opfer anzugreifen.  Bevor wir aber wissen, wo sich diese Informationsquellen befinden, müssen wir erstmal die schon genannten Kirchtürme rauf um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Jede Mission läuft also gleich ab. Wir kommen in einen neuen Bezirk und erkundschaften die Lage, retten eventuell ein paar Zivilisten, die uns dafür Schutz oder Deckung bieten und besorgen Informationen. Nach dem erfolgreichen Arrentat, das zugegebenermaßen dann nicht immer gleich abläuft, wird Alarm ausgelöst und wir fliehen. Die Steuerung geht nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand, im späteren Verlauf werden die Kämpfe aber teilweise knüppelhart, was an der einfachen Schar der Gegner liegt. Neben den normalen Missionen gibt es noch 60 Templer und einige Hundert Flaggen, aufgeteilt in die verschiedenen Bezirke/Städte zu holen. Das Spiel ist an und für sich sehr linear, auch wenn man in gewissen Punkten schon seine Freiheit hat. Die Kampfmechanik an sich begnügt sich eigentlich damit, zur richtigen Zeit den richtigen Knopf zu drücken.

Technik: Das Spiel ist nun schon fast 6 Jahre alt aber die Grafik ist immer noch eindrucksvoll. Auch die soundtechnische Unterstützung hat nichts von seinem Flair eingebüßt, so klingen die Bettler immer wirklich verzweifelt, die zu rettenden Zivilisten verängstigt und die Kreuzritter bedrohlich. In der englischen Version sprechen diese sogar verschiedene Sprachen, neben Englisch auch Deutsch und Französisch. Die Bauwerke in und um den Städten sehen allesamt imposant aus, auf den Straßen ist auch was los und die Passanten reagieren auf Altaïr und seinen Aktionen.

Meinung: Aus heutiger Sicht würde ich keinem Neueinsteiger mehr zu diesem Spiel raten, zu groß ist der Unterschied zu den Nachfolgern. Lediglich Spielern, die die Story von Anfang an erleben wollen oder einfach die Komplettheit mögen sollten hier zugreifen. Allerdings ist das Spiel heutzutage so günstig zu haben, dass man auch absolut nichts falsch machen kann.

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