gamescom 2013

Köln, 21.-25.08.2013

Endlich ist es wieder soweit. Die gamescom, Europas größte Spielemesse, öffnet seine Pforten. Ich war am Donnerstag vor Ort. Da ihr mit Sicherheit schon von den Kollegen über viele News unterrichtet wurde, möchte ich mir das an dieser Stelle sparen und euch viel lieber einen Erlebnisbericht als normaler Messebesucher liefern, vielleicht überlegt ihr ja auch, noch dieses Jahr oder im nächsten Jahr

Aber zuerst: Fotos findet ihr bei Flickr

Was für viele erstmal so nicht klar ist – ein Messebesuch fängt bei der Planung an. Wann fahre ich hin? Wie fahre ich hin? Das Wann richtet sich natürlich nach eurer privaten Freizeit und eventuell den Sachen die ihr sehen wollt oder die Leute die ihr treffen wollt, aber auch Dinge wie das Besucheraufkommen.

Das Wie richtet sich dann natürlich auch nach euren Möglichkeiten aber auch nach dem „Wer kommt mit?“. Mein Auto ist leider gerade zur Reparatur und aus meinen Umfeld fuhr niemand hin. Also eine Mitfahrgelegenheit im Netz suchen oder die Deutsche Bahn. Da ich mich für Donnerstag entschieden hatte, gab es leider nicht so viele Mitfahrgelegenheiten, als nahm ich die Bahn, Das 9 Uhr NRW Ticket empfand ich als lohnenswert, da ich so für 30 Euro hin und zurück komme. Kurz vor der Abfahrt hatte ich aber eine andere Idee – einfach in Paderborn fragen, ob irgendwer zur Gamescom mit einem Gruppenticket fährt. So kostete der Spaß dann nur noch 10 Euro pro Person anstelle von knapp 30 oder für die 3 Jungs 13,30. Jeder hat was davon und die Hinfahrt war auch sehr spaßig, sich mit jungen Gamern zu unterhalten ist echt amüsant. Irgendwie haben die heute immer noch die gleichen Probleme wie ich in dem Alter. 🙂

Eine andere wichtige Entscheidung ist Vorverkauf oder Tageskasse. Ich hatte das Ticket bereits bestellt und meine Mitfahrer auch, aber es gab auch einige Leute, die an der Tageskasse anstanden. Wie wir später erfuhren waren dies wohl so um die 2,5 Stunden Wartezeit. Aber immerhin gab es gratis Getränke für die Wartenden.

Wartezeit sollte auch im weiteren Verlauf der Messe eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen, denn an fast jedem Stand gab es eine Schlange und einige Stunden Wartezeit bis man ein Spiel auch mal spielen konnte. Bei den großen Games wie Assassin’s Creed 4 oder Battlefield 4 natürlich umso größer. Wie lange man spielen konnte war unterschiedlich je nach Spiel und Stand. Ich habe mir das Anstehen gespart, denn Warten ist etwas, was ich unerträglich finde. Viel besser fand ich die Gespräche mit Leuten aus der Community oder mit den Angestellten.

Natürlich war ich auch entdecken und ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viel Mühe sich die Leute machen, egal ob Hersteller oder Fan. Beispiele findet ihr wie oben schon erwähnt auf Facebook. Von recht simplen Kostümen (grüne Mütze und ein Schnurrbart = Luigi) über anderen einfachen, aber aufwändig gemachten Kostümen bis hin zu echt krass schweren Kostümen war alles dabei an Cosplay, während Darsteller in professionellen Kostümen für Fotos posierten. Auch die Cosplayer waren natürlich für Fotos zu begeistern.

Was neben diesen ebenfalls ins Auge stach waren die Aufbauten. Wargaming hatte ein Flugzeug in der Halle, Warface einen Helikopter, die Bundeswehr war sogar mir einem echten Luchs (ein Radpanzer) vertreten. Neben Herstellern von Games waren auch Hardwarehersteller vor Ort, aber auch die BPjM oder Schulen waren anwesend, um für ihre Lehrgänge zu werben. So erklärte uns ein Mann von der School 4 Games wie man Spieledesigner wird.

Es war also für jeden etwas dabei und es gab auch „Messe only“ Merchandise. Da in früheren Jahren leider viele Besucher die Stände regelrecht „geplündert“ haben, gab es dieses Jahr nur Goodies für Leute, die auch in der Schlange gewartet haben. Schade, denn das wollte ich mir ja ersparen.

Persönlich fand ich es auch noch sehr schön, alte Arbeitskollegen oder Mitglieder der Community zu treffen. Der eine oder andere weiß ja sicher, dass ich bereits in der Computerspielbranche gearbeitet habe und der Rest weiß es jetzt. 🙂 Wo verrate ich nicht, wenn ihr es nicht schon wisst, müsst ihr leider damit leben, dass ihr es (vorerst) nicht erfahrt. 🙂

Was ich als störend empfand war einfach der Müll, der überall rumlag, aber damit muss man bei Messen, vor allem für ein jüngeres Publikum, einfach rechnen.
Messepreise bei Essen und Getränke sind meistens auch enorm, aber auch das ist normal, Wer also einen Messebesuch plant, sollte entweder gut vorsorgen und alles mitnehmen, was er so braucht oder über die entsprechenden Finanzen verfügen, die Preise auch zu bezahlen. Bequemer ist es natürlich vor Ort alles zu erwerben, aber Bequemlichkeit hat ihren Preis. Ein Klappstuhl für die Warteschlangen ist übrigens auch eine gute Idee.

Die Rückfahrt war dann leider alles andere als bequem. Züge hatten massiv Verspätung und waren überfüllt, erst ab Hamm konnte unsere Gruppe sitzen. Ein langer Tag ging dann auch schnell zu Ende, eigentlich wollte ich gestern Abend noch schreiben, dazu war ich aber einfach zu müde.

Nächstes Jahr geht es aber definitiv wieder hin, aber mit anderen Rahmenbedingungen.

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