Interceptor

Eine Kleinstadt in Arizona. Eine Autogang veranstaltet illegale Autorennen, bei denen die Unterlegenen auch ihre Autos verlieren. Wenn die getunten Fahrzeuge der Gang nicht reichen, wird eben betrogen und Fahrer, die nicht mitmachen wollen, zur Teilnahme gezwungen. So auch Jamie, der mit seiner Freundin Keri gerade unterwegs ist. Die Gang droht damit Keri zu vergewaltigen, wenn Jamie nicht um sein Auto fährt. Er verliert, weil der Anführer der Gang, Packard, ihn von der Straße abdrängt. Einige Monate später führt Packard quasi eine Beziehung mit Keri, die er allerdings dazu gezwungen hat, während ein Neuling in die Stadt kommt. In einer Rückblende erfahren wir auch, was aus Jamie geworden ist, denn dieser wurde in einer Nacht von Packard und seiner Gang getötet. Als Packard gerade ein Rennen mit Billy, dem Bruder von Jamie, fahren will, taucht ein futuristisch aussehender, schwarzer Sportwagen in der Stadt auf, den Packard und seine Gang in ihre Sammlung aufnehmen wollen. Beim Rennen stirbt dann das Gangmitglied in einem Zusammenstoß mit dem Sportwagen, welcher sich danach aber einfach wieder zusammensetzt.

Der Neuling, Jake, hingegen bandelt mit Keri an, was Packard natürlich nicht gefällt. Eines Nachts kommt der Fahrer des Turbo Interceptor zum Unterschlupf der Gang und zerstört mit einem Gewehr die Motoren und Autos der Gang. Beim nächsten Rennen stirbt wieder das Gangmitglied auf die gleiche Weise – obwohl es jedes Mal eine Explosion gab, ist der Leichnam unversehrt, lediglich die Augen fehlen. Packard setzt zwei seiner Schläger, die eher dumm sind und Klebstoff schnüffeln, auf Jake und Keri an, diese schrotten ihr Auto bei einer Verfolgungsjagd mit Jake und Keri auf seinem Motorrad. Der Turbo Interceptor hat aber noch nicht genug, denn er zerstört auch die Garage komplett, bei dem die beiden Klebstoff-Schnüffler ums Leben kommen. Packard entführt Keri und will mit ihr den Staat verlassen, doch sie lehnt sich auf. Genau in diesem Augenblick taucht der Turbo Interceptor auf und Packard fährt ein Rennen gegen ihn, welches Packard mit seinem Leben bezahlt. Danach gibt sich der Fahrer als Jake zu erkennen, der ebenso der von den Toten zurückgekehrte Jamie ist. Er bekam die Möglichkeit, sich an seinen Mördern zu rächen, lediglich den Mechaniker der Gang verschonte er, da dieser nicht am Mord beteiligt war. Er verschenkt den Turbo Interceptor an seinen Bruder Billy und verlässt mit Keri die Stadt.

Meinung: Die größten Sympathien bekommt dieser Film für seine Autos, vor allem natürlich der Turbo Interceptor, aber auch die anderen können sich sehen lassen. Das war es dann aber leider schon, denn der Rest des Films ist Standard. Gang terrorisiert Stadt und wird von einem der Unterdrückten vertrieben, hier hat man ihn halt zusätzlich noch von den Toten wiederauferstehen lassen und das Straßenrennen Szenario drumherum gebaut. Das muss natürlich nichts Schlechtes sein, denn man weiß eben, was man bekommt. 80er Jahre B-Movie typisch gehören natürlich ein paar Logikfehler rein. Der Turbo Interceptor kann sich offenbar „in Luft auflösen“, liefert sich aber erst eine lange Verfolgungsjagd mit der Polizei. Als sich Jake zu erkennen gibt, hat er nur Augen für Keri, seinem Bruder schenkt er zwar sein Auto (welches von der örtlichen Polizei gesucht wird), aber er redet nicht mal mit ihm sondern verlässt einfach die Stadt, während Billy seinem Bruder hinterhertrauert. Das fällt aber nicht so sehr ins Gewicht, denn unterhaltsam ist der Film allemal, die Effekte kommen ordentlich rüber und der Soundtrack rockt. Gelungener Film für zwischendurch also. Es gibt zwei verschiedene DVD Versionen, eine von 2002 und eine von 2005, bis auf unterschiedliche Cover konnte ich aber keinen Unterschied ermitteln.

Original Titel: The Wraith
Jahr: 1986
Besetzung
Sherilyn Fenn: Keri Johnson
Nick Cassavetes: Packard Walsh
Charlie Sheen: Jake
Randy Quaid: Sheriff Loomis

Interceptor in der IMDb
Interceptor (2002) bei amazon
Interceptor (2005) bei amazon

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