Bibione Urlaub 2017 – von Bergen, Pizza und einem Eimer

Urlaub

Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal seit 22 Jahren wieder im Urlaub gewesen und zum ersten Mal in Italien. 

Und schon die Hinfahrt wurde leicht abenteuerlich. Da wir so sparsam wie möglich in den Urlaub wollten, haben wir uns in Südtirol mit den zukünftigen Schwiegereltern getroffen. Die waren gerade in der Nähe von Bozen im Urlaub und wollten die zweite Woche ihres Urlaubes ebenfalls in Bibione verbringen. Idealerweise nahmen sie unser Gepäck schon größtenteils mit. Wir fuhren also mit dem Flixbus nach Bozen und übernachteten dort in der Ferienwohnung, bevor es am nächsten Tag weiter nach Bibione ging.

Wer mir auf Instagram oder Twitter folgt oder auf Facebook mit mir befreundet ist, hat ja schon ein paar Bilder gesehen.

Südtirol ist echt herrlich. Und ich war überrascht, dass in den ländlicheren Gegenden überwiegend Deutsch gesprochen wird. Nicht, wegen dem Tourismus sondern wegen der Geschichte. (Siehe Link zu Wikipedia)

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Blick aus dem Garten der Ferienwohnung

Die Aussicht ist für einen Westfalen, der eigentlich nur flaches Land kennt, einmalig. Ich war zwar schon mal im Allgäu, da war ich allerdings noch ein Kind, in Österreich war ich auch schon mal, aber das ist auch schon wieder über 10 Jahre her. Viel zu wenig Berge habe ich also gesehen, um davon nicht beeindruckt gewesen zu sein. Und da habe ich schon bereut, meine Kamera nicht eingepackt zu haben.

Irgendwann waren die Berge weg und das Land wurde wieder flach. Einen ersten kleinen Schock bekam ich, als ich dieses Straßenschild sah.

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Achtung: Eichhörnchen

Hier wurde also wie bei uns bei Wildwechsel oder Krötenwanderung auf Eichhörnchen hingewiesen. Gesehen habe ich im ganzen Urlaub aber keines.

Nachdem wir in der Ferienwohnung angekommen waren, haben wir uns nicht großartig mit Auspacken aufgehalten, es ging direkt in den Pool.

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Wassertiefe: 1,50 m

Das Wasser war schön warm, es waren zu keiner Zeit übermäßig viele Leute dort (kein Wunder, das Meer war keine 15 Minuten Fußweg entfernt) und man konnte sich dort auch wunderbar sonnen. Das ist nur weniger mein Fall.

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Mittelmeer

Am nächsten Tag ging es erst an den Strand. Das Wetter war leider ziemlich stürmisch, also war an Baden weniger zu denken. Nur ein paar besonders Mutige wagten es.

Bibione hat aber auch noch mehr zu bieten als nur Pool und Meer.

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Der Luna Park

Öffnet erst abends und ist eine permanente Kirmes, mit Schießbude, Autoscooter, Geisterbahn, Riesenrad und Zuckerwatte. Auch eine kleine Go Kart Bahn gibt es.

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Minigolf

Natürlich darf auch Minigolf in einem Touristenort nicht fehlen. Hier war es tatsächlich erlaubt, auf die Bahn zu gehen, dafür durfte der Rasen nicht betreten werden. Komisch. Die Anlage gehört übrigens zu einem Restaurant mit Bar und Live Musik.

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Buggy to Rent

Dies war für mich als Speedfreak ein besonderes Highlight, wenn auch nicht gerade billig und leider gedrosselt. Fast an jeder Straßenecke kann man von einem normalen Fahrrad bis zum Buggy (circa 40 km/h) alles mögliche mieten um die Umgebung zu erkunden.

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Die erste Sandburg

Meine erste Sandburg musste aber auch noch gebaut werden. Immerhin hatte ich extra Sandspielzeug für mi.., äh, den baldigen Nachwuchs gekauft. Üben muss ich ja auch, ja, die sieht nun nicht so toll aus wie andere Bauwerke, für meinen Erstling bin ich aber zufrieden.

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Mein Sandspielzeug

Beschäftigungsmöglichkeiten gab es viele, trotzdem war mir öfter langweilig. Ich bin eben kein Sonnenanbeter sondern brauche Action, deswegen waren Buggyfahren und Sandburgbauen auch Highlights. Bibione richtet sich definitiv an Familien im Urlaub, wir kommen mit Nachwuchs also wieder.

Interessant ist auch, dass fast jeder Deutsch sprach, auch wenn man auf Italienisch die Konversation gestartet hat, geantwortet wurde meistens auf Deutsch. Gut, ich kann nur ein paar Worte auf Italienisch und habe öfter auch mal auf eine Frage mit „Oui“ geantwortet, aber die wenigen Worte die ich kenne, hätte ich auch gerne benutzt.

Die Pizza dort ist auf keinen Fall mit irgendeiner Pizza hier zu vergleichen, der Teig ist superdünn, die Tomatensoße extra lecker. Auch Pasta, vor allem die Gnocchi, waren ein Traum, was man hierzulande nicht findet. Im Laden gab es eine große Auswahl an veganem Eis, auch etliche Eisdielen hatten ein paar Sorten. Wer es noch nicht wusste: Pizza Marinara ist einfach nur Teig mit Tomatensoße, ohne Käse. Eine Familypizza (60 cm) kostet hier nur 9 Euro. Wir haben zwar am meisten Geld fürs Essen ausgegeben, aber wann kann man schon mal eine italienische Pizza essen, wenn nicht im Urlaub? Also gab es jeden Tag wenigstens eine Pizza. 🙂

Am Strand wird echt alles verkauft. Wassermelonen und Kokosnüsse, Drachen, Handtücher, Sonnenbrillen, Massagen – man macht sich allerdings strafbar, wenn man etwas von den Leuten kauft.

Besonders interessant fand ich die Getränkeauswahl. Neben italienischen Marken, gab es auch deutsches, irisches und spanisches Bier, Limonade aus vielen verschiedenen Ländern und Wein vom Fass zum Selberabfüllen – im 2 Liter Kanister.

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Fanta Pfirsich

Diese Fanta kommt offenbar aus England, ebenso wie Strawberry und Apple. Auf allen Dosen stand „Contains no Juice“ – Apfel war erstaunlich lecker, Erdbeere hingegen schmeckte wie Chemie pur.

Schwierig war es für eher umweltbewusste Menschen dort ebenfalls darauf zu achten. Italien hat kein Pfandsystem, der Müll in Papier, Recycling (Plastik, Alu, Glas) und Restmüll getrennt. Damit waren aber schon viele überfordert, was aber auch an der Farbauswahl der Tonnen liegen könnte. Altpapier ist dort Gelb, die Macht der Gewohnheit dürfte Deutsche dazu gebracht haben, dort den Recycling Müll zu entsorgen.

Ich habe nach Möglichkeit versucht, gerade Aludosen zu vermeiden. Die drei Fantas gab es aber nur als Dose und probieren wollte ich die schon. Zum Glück wird Pizza dort ebenso wie hier ein der Pappschachtel mitgenommen und die dort richtig günstigen Barilla Nudeln gibt es ja auch nur im Karton.

Der Rückfahrtsamstag war natürlich voll mit Packen und das restliche Eis musste auch noch weg. Eis zum Frühstück und dann auch noch gleich drei hat schon was. 🙂 Die Rückfahrt führte uns natürlich wieder über Österreich, wo ich einmal mehr die Berge bewundert habe.

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Zwischenstopp in Österreich

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